Jäger des verlorenen Schatzes


Dr. Indiana Jones gelingt es, in Südamerika das goldene Abbild einer lokalen Gottheit zu finden, jedoch wird es ihm von seinem französischen Konkurrenzen Belloq abgenommen, woraufhin Jones nur knapp mit seinem Leben entkommt. Zurück in den Vereinigten Staaten erhält er nach dem Halten einer Vorlesung an seiner Hochschule Besuch von zwei Geheimdienstmitarbeitern, welche ihm eröffnen, daß die Deutschen in Kairo Ausgrabungen vornehmen. Einem abgefangenen Telegramm ist zu entnehmen, daß sie die versunkene Stadt Tanis, den angeblichen Aufenthaltsort der Bundeslade gefunden haben und nur noch ein bestimmtes Artefakt benötigen, um deren Aufenthaltsort zu finden. Das Stück befand sich zuletzt im Besitz von Abner Ravenwood, bei welchem Jones studiert hatte. Da man den Deutschen zuvorkommen will, wird Jones nach Nepal zu Ravenwood Tochter geschickt, um das Stück zu besorgen. Mit diesem brechen die beiden anschließend nach Ägypten auf, wo die Deutschen inzwischen mit einer Kopie den Aufenthaltsort gefunden zu haben denken, jedoch ist die Kopie fehlerhaft und sie graben an der falschen Stelle. Zusammen mit Sallah, einem alten Freund Jones' gelingt es ihnen, den wahren Aufenthaltsort zu ermitteln, jedoch rauben ihnen die Deutschen die Arche. Jones und Marion entgehen nur knapp dem Tod. Im Alleingang gelingt es Indy, den Deutschen die Lade zu stehlen, während Sallah und Marion nach Kairo unterwegs sind. Die Lade wird auf ein Schiff gebracht, doch unterwegs taucht ein deutsches Unterseeboot auf und nimmt die Lade in Besitz. Marion wird mitgenommen, der negride Kapitän täuscht vor, Jones getötet zu haben, um die Frau später zu verkaufen können. Jones gelingt es, in das deutsche U-Boot einzudringen und gelangt somit auf eine griechische Insel, wo die Lade mit einem jüdischem Ritual geöffnet werden soll, um ihre Echtheit zu bestätigen. Bei dem Versuch, Marion zu befreien, wird Jones gefangen genommen. Beide müssen an einen Pfahl gefesselt die Vorgänge miterleben. Als die Lade geöffnet wird, erscheint eine geistähnliche Gestalt, welche alle tötet, die sie erblicken. Sämtliche Deutschen sowie Belloq kommen dabei um. Nur Jones und Marion entgehen dem Tod, indem sie ihre Augen schließen, bis die Lade sich wieder schließt. Zurück in den VSA wird Jones eröffnet, daß die Lade nicht wie abgemacht im Museum ausgestellt wird, sondern stattdessen von „Experten“ untersucht wird. Jones fühlt durch diese Vorgehensweise hintergangen. Am Ende sieht man, daß keine Untersuchung der Lade stattfindet, sondern diese in einem großen Lagerhaus zwischen vielen anderen Holzkisten verstaut wird.

Die Hovitos


Wir schreiben das Jahr 1936. Der Film beginnt in einem nicht spezifizierten Teil von Südamerika wo unser Held auf der suche ist nach einen angeblichen Goldenes Idol in einen versteckten Chachapoya Tempel. Gab es die Hovitos? Besaßen sie goldene Götzen, die sie in Tempeln aufbewahrten? Das Götzenbild, das Indiana Jones sich schnappt, ist den Hovitos heilig, so heilig, dass sie ihn sogar töten würden, um es zurückzuerhalten. Als Vorbild für die Hovitos dienten vermutlich die Chachapoya, die in den Anden der Amazonas-Region im Norden von Peru lebten. Im Norden grenzt dieses Gebiet an Ecuador. Die Hauptstadt der Region ist Chachapoya, benannt nach dem historischen Andenvolk. Die Anden sind hier höher als jede andere Bergregion außerhalb Asiens, und irgendwo dort lebten die Chachapoya, so hoch, dass sie »in den Wolken waren«. Sie waren deshalb als Wolkenkrieger bekannt und wurden auch Nebelkrieger oder Wolkenmenschen genannt. Ihre Zeit verbrachten sie damit, in den heißen, feuchten, immer grünen Wäldern zu jagen und zu plündern. Kurz vor dem Eintreffen der Spanier in Peru im 16. Jahrhundert hatten die Inka die Chachapoya besiegt. Möglicherweise stammt das Götzenbild der Hovitos aus dem Goldschatz der Inka. Die Hauptstadt des Inkareichs war Cuzco. Im Zentrum von Cuzco befand sich ein großer Sonnentempel, der Coricancha, was auf Quechua, der Sprache der dort ansässigen Indianer, so viel bedeutete wie »Lager des Goldes«, »goldener Tempel« oder »goldener Hof«. Dort wurden Kultfiguren aus allen Provinzen aufbewahrt, die die Inka erobert hatten. Angeblich gab es in diesem Tempel so viel Gold, dass selbst die Wände und die Böden damit überzogen waren. Im Innenhof des Tempels standen goldene Statuen, und sogar im Tempel selbst wurden Heiligtümer gelagert. Es ist auch möglich, dass der Hovito-Tempel auf dem historischen Chachapoya-Tempel von Kuelap basiert, der etwa 580 Meter lang und auf der Spitze eines 3 000 Meter hohen Berges gebaut worden war. Die beiden äußeren Mauern von Kuelap sind aus Steinblöcken gebaut. Jede dieser Mauern wiegt 1000 Tonnen. Um Kuelap erreichen zu können, musste man einen sehr schmalen, 30 Meter langen Weg hinaufklettern, der durch die nach innen geneigten Mauern begrenzt war. Die Chachapoya wollten sich so vor den Inka schützen, denn sie konnten Eindringlinge von oben angreifen, während die sich den engen Pfad nach oben bahnten. Um zum Hovitos-Tempel zu gelangen, musste Indiana Jones einen ähnlich schmalen Pfad erklimmen. Die Chachapoya beherrschten das nördliche Peru von 700 bis 1480, als die Inka sie eroberten. Die heute in Peru lebenden Quechuas sprechen noch immer die alte Sprache der Inka. Sie tragen Ponchos und Mützen in strahlenden Farben mit markanten Mustern, genauso wie sie die Quechuas in Jäger des verlorenen Schatzes tragen. Archäologen sind die Ruinen der Chachapoya wohlbekannt. Das Volk baute überall in den Bergen Festungen, und seine militärische Stärke bedeutete ihm viel. Weil sie lange aufs Heftigste gegen die Inka gekämpft hatten, galten die Chachapoya-Krieger als brutal und aggressiv. 1547 trafen spanische Soldaten in Chachapoya ein und pferchten die verbleibenden Eingeborenen in Siedlungen, in denen sich schnell Armut und Krankheiten ausbreiteten. Unter der Herrschaft der Spanier in den folgenden 200 Jahren verringerte sich die Bevölkerung der Chachapoya um 90 Prozent. Als Indiana Jones 1936 Peru erreichte, waren die Chachapoya schon lange verschwunden und den Archäologen nur die Lage weniger Chachapoya-Ruinen bekannt. Ihre Festungen, Kultgegenstände und Mumien versanken tief im gefährlichen Dschungel unterhalb der dichten Wolkendecke.

Kuelap


Kuelap ist eine ehemalige Festung der Chachapoya und ein Dorf. Sie liegen hoch über dem Tal des Flusses Utcubamba, in der Nähe von Chachapoyas, in der Provinz Luya in den nordperuanischen Anden. Die Festung steht auf einem Bergrücken und beherbergte auf ihren drei Ebenen über 300 einzelne Häuser. Archäologen sind sich nicht einig, ob es sich bei der Festung um ein dauerhaft bewohntes Dorf handelte, oder sich die Bewohner der umliegenden Dörfer nur im Notfall dorthin zurückzogen. Sie bezeichnen die Gegend im Umkreis als die Gegend mit der vielleicht höchsten Dichte an unentdeckten und unerforschten "Orten von historischem Interesse" in ganz Südamerika. Die Festung wurde von den Chachapoya, deren Kultur in der Zeit von 900 bis etwa 1400 existierte, gebaut. Sie wurde im Jahre 1843 von Don Juan Crisóstomo Nieto, einem Richter aus Chachapoyas, wiederentdeckt. Der Ruinenkomplex ist in der Nord-Süd-Ausdehnung 580 m lang, und die größte Breite in Ost-West Richtung beträgt 110 Meter. An den Stellen, an denen es nicht ohnehin bereits einen sehr steilen Abhang gibt, ist sie mit einer bis zu 21 Meter hohen Mauer gesichert. Der Eintritt ist nur über einen der drei hohen, aber extrem schmalen, Eingänge möglich, durch die, aus strategischen Gründen, immer nur eine Person gelangen kann. Der Haupteingang ist dabei so konstruiert, dass, sollte ein Feind doch eindringen, er beim direkt gegenüberliegenden Ausgang wieder hinausgeworfen werden kann. In den verschiedenen Ebenen der Festung waren verschiedene Gesellschaftsklassen angesiedelt, was man an der Verzierung der Häuser mit typischen Chachapoya-Elementen und -Mustern erkennen kann. Auf der obersten Ebene, dem "Castillo", lebte vermutlich der Adel; das "obere Dorf" wurde von Angehörigen des Militärs bewohnt. Im "unteren Dorf" finden sich einfache Wohnhäuser, oftmals unterkellert. Die Struktur der Aufteilung des Raumes mit Küche und Mahlstein ist an manchen Stellen noch gut zu erkennen. In der Mitte der Festung findet sich zudem ein viereckiges Haus, das vermutlich auf die Inkas zurückgeht, da die Chachapoya ihre Häuser traditionell rund gebaut haben. Es wird vermutet, dass es zu Versammlungen der höchsten gesellschaftlichen Klasse verwendet wurde. Im Januar 2017 wurde eine Seilbahn eröffnet, die kurz nach der Ortschaft Neuvo Tingo bis zum Eintrittsbereich führt und so die Stätte deutlich leichter zugänglich macht.

Das goldene Idol


Die goldene Statuette mit Elfenbeinfarbenen Augen, basiert auf ein real existierendes Idol gefunden von Archäologen in Südamerika. Die weibliche Göttin Tlazolteotl. Tlazolteotl war in der aztekischen Mythologie die Göttin der Wollust und der verbotenen Liebe. Sie war auch unter dem Namen Tlaelquani bekannt und galt als Göttin von Reue und Reinigung. Tlazolteotl war diejenige, die die Menschen zu Unzucht, Ehebruch und sexueller Ausschweifung verführte. In ihr sah man auch die Überträgerin der Geschlechtskrankheiten, die man oft als Strafe für sexuelle Ausschweifungen deutete. Gleichzeitig war sie es aber auch, die diese Sünden wieder vergab, die den Sünder durch ihr „Dreckfressen“ reinigte. Diese Doppelfunktion war durch des Beinamen Ixcuina zum Ausdruck gebracht. Aztekische Prostituierte umrahmten sich den Mund mit geschmolzenem schwarzem Gummi, um ihre Assoziation mit Tlazolteotl anzuzeigen. Sie verstanden sich als Priesterinnen der Schmutzgöttin, da sie die schlechten Leidenschaften ihrer Freier absorbierten. Gefunden in Mexico die Statuette befindet sich Heute im präkolumbianischen Abschnitt des Dumbarton Oaks Museum in Washington, DC. Allerdings das reale Idol war nicht aus massivem Gold, sondern gemeißelt aus einen Block aus Jade oder einen anderen Art von Stein.


Im Film musste es aber einen besonderen visueller Effekt haben. In aus Gold zu präsentiere, erhebte vor noch mehr der Wettkampf für diesen wertvollen Objekt zwischen Dr. Jones und seine Mitstreiter Forrestal oder Belloq. Um das Idol zu erreichen und vor allem lebend zu verlassen war es nötig verschiedene gefährliche Fallen zu überwinden. Diese Art von Fallen obwohl tatsächlich in der Vergangenheit existiert, kamen in der Aztekischen Kultur nicht vor. Es gab die Möglichkeit dass es versteckte Kammern oder Gräber gab aber solche Fallen um Grabräuber fern zu halten oder sogar zu töten, existierten nur bei den alten Ägypter. Bereits hier durch nur diesen kurzen Abschnitt aus dem Anfang des Films, zeigt uns der Regisseur Steven Spielberg, wie er alles daran setzt die Indiana Jones Filme so nahe wie möglich an die reale Archäologie zu bringen.

Die Nazis und der Okkultismus


Nach Indianas Abenteuer mit dem Götzen der Hovitos kehrt er zu seiner Professur am Marshall College in Connecticut zurück. Dort tauchen zwei Geheimdienstoffiziere der US-Armee auf, um ihn für die Suche der lange geglaubten Bundeslade anzuheuern, von der sie glauben, die Nazis seien hinter ihr her. Die Nazis streben nach einer geheimnisvollen Macht und wollen Abner Ravewood finden, der Indiana Jones Mentor war, bevor er seinen Doktor machte. Ravenwood ist einer der weltweit führende Experte für Tanis, eine antike ägyptische Stadt, wo die Nazis nach der Lade graben. Die US-Armee glaubt. die Nazis suchen Ravenwood, weil er das Kopfstück des Stabes von Ra besitzt, das der Schlüssel für die exakte Positionsbestimmung der Lade ist. Viele hochranginge Nazis wie Rudolf Hess, Heinrich Himmel und Richard Walter Darré hatten ein ausgeprägtes Interesse für Okkultismus. Hitler selbst hielt sich für ein von der "Vorsehung" erwähltes Wesen. Er beauptete, dass er während des Ersten Weltkrieges einer Stimme folgte, die ihn aufgefordert hatte, seine Stellung in einem überfüllten Schützengraben zu verlassen. Unmittelbar danach wurde der Graben tatsächlich von einer Granate getroffen und alle Kameraden Hitlers getötet. Von da an glaubte er, für eine besondere Aufgabe in dieser Welt vorgesehen zu sein. Er war regelrecht besessen von der Idee, dass eine überirdische Macht ihn beschütze. Eine weitere Episode bestärkte ihn in diesem Glauben. Während des ersten Weltkrieges entging er dem tödlichen Schuss eines bristischen Soldaten. Henry Tandey hatte den Gefreiten Hitler bereist im visier seines Gewehres. Doch in letzten Moment senkte er die Waffe. Aus einem Gefühl von Mitleid und Empathie verschonte er den jungen Mann auf der gegnerische Seite. Tandeys Gutherzigkeit stürtzte Jahre später die Welt in schreckliches Leid. Merkwüdig genug: Tandey war einer der höchstdekorierten Soldaten der britischen Armee. Er erhielt das Viktoria-Kreuz für Tapferkeit während der Schlacht von Marcoing - jener Schlacht, in der er den künfigen Führer verschonte. Hitler sah, wie Tandey sein Gewehr senkte, und entschied, dass die Götter des Krieges auf die Erde herabgestiegen seien, um ihn zu retten. In Erinnerung an diesen geheiligten Augenblick bat Hitler 1937 um einen Bild von Tandey, das er später in seiner Sommerresidenz in Berchtesgaden aufhängte. Es gibt Menschen, die glaubten, Hitler sei von Dämonen besessen gewesen, aber dafür gibt es keine Beweise. Hermann Rauschning, ein unbedeutender Nazi-Politiker une ziemlich unzuverlässige Informationsquelle, schrieb eine Buch, in dem er behauptete, Hitler sei besessen. Papst Pius XII. führte dreimal Teufelsaustreibungen an Hitler durch - aus der Ferne. Auch Papst Benedickt XVI hält es für möglich, dass Hitler von Dämonen besessen war. Hitler selbst glaubte das nätürlich nicht. Vielmehr dachte er, unter dem Schutz der Götter zu stehen und eine spirituelle Rolle in der Welt zu spielen. Aber der Glaube der Nazis an das Mystische und göttliche Intervention zu Ihren Gunsten geht sehr viel tiefer als Hitlers Obsession bezüglich seiner Person als einer gottähnlichen Macht. Mehrheitlich glaubte auch die deutsche Öffentlichkeit an dieser Mythos. Für viele Nazis war Hitler einer Art zweiter Jesus, idealisiert als ein von Gott gesandter Erlöser. Heinrich Himmler war fasziniert vom germanischen Neopaganismus. Neopaganismus ist eine moderne Form der Heidentums, das Tieropfer beinhaltet. Zu den Gottheiten des germanischen Neopaganismus gehörten angelsächsische und nordische Götter. Anhänger dieser Religion verherten ihre Ahnen und betrachten die Götter als ihre Vorfahren. Der germanische Neopaganismus enthielt zudem Rituale, mit denen Zwergen und Elfen beschworen wurden. Himmler förderte den esoterischen Hitlerismus. Er hielt sich für eine Reinkarnation von Heinrich I. auch Heinrich der Vogler genannt, einem der grossen römisch-deutschen Könige des Mittelalters. Heinrich war seit 912 Herzog von Sachsen und von 919 bis zum seinem Tod im Jahr 936 König des Ostfrankreiches. Himmler liess seine Privaträume auf der Wewelsburg zu Ehren dieses König dekorieren und organisierte als Reinkarnation Heinrich I. viele SS-Rituale. Damit wird deutlich, dass viele hochrangige Nazis tatsächlich grosse Interesse and verschiedenen Gebieten des Okkultismus hatten. Die SS beschäftigte vieke Okkultisten, damit sie sie bei der Kriegsführung unterstützen. Ludwig Straniak, Dr. Wilhelm Gutberlet und Wilhelm Wulff berieten die Nazis Walter Schellenberg und Himmler. Der Astrologe Wilhelm Wulff wurde angewiesen, Mussolini zu finden, der sich 50 Meilen südlich von Rom aufhielt. Mithilfe Astrologie und Pendeln suchte Wulff nach einer Antwort. Unter Zuhilfenahme seiner mediale Fähigkeiten gelang es Wulff tatsächlich, Mussolini Aufenthaltsort auf der Inser Ponti ausfindig zu machen, wo alliierte Truppen Ihn gefangen hielten. Der Architekt Ludwig Straniak erhielt den Befehl, ein Schlachtschiff zu finden, das sich auf einer geheimen Nazis-Mission auf See befand. Straniak liess sein Pendel über eine Landkarte schwingen und ortete so das Schiff in der Nähe der norwegische Küste

Das Kopfstück Stabes des Re


Beginnen wir zuerst mit einer Geschichte: Am 1. November 1922 begann man mit der nächsten Grabung, am 4. November stießen die Arbeiter am Grab von Ramses VI. auf eine steinerne Treppe, die hinabführte. Nachdem der Schutt von der Treppe weggeräumt war, fand man eine zugemauerte Tür. An ihr befanden sich unbeschädigte Siegel. Das berühmte Grab des Pharaos-Kindes Tutanchamun. Der Medienrummel nach dem Grabfund war riesig. Viele Journalisten reisten ins Tal der Könige, um direkt vor Ort zu sein. Die Londoner "Times" erhielt noch 1923 einen Exklusiv-Vertrag, nach dem sie als erstes über alle Funde berichten durfte. Lord Carnavon starb am 5. April 1923. Die Zeitungen brachten seinen Tod sogleich mit dem Fluch des Pharao in Verbindung. Demnach sollen diejenigen, die die Totenruhe des Pharaos stören, mit einem Fluch behaftet sein und sterben. So soll es angeblich auf einer Tontafel gestanden haben, die man im Grab des Tutanchamun gefunden hatte. Die tatsächliche Existenz dieser Tontafel wird allerdings angezweifelt. Die Presse aber prägte nach dem Tod des Lords den Begriff vom Fluch des Pharao. Alle Personen, die irgendwie an der Ausgrabung beteiligt waren und in der folgenden Zeit starben, wurden zu Opfern des Fluches gemacht. Dass andere, wie Carter selber oder Lord Carnavons Tochter, die bei der Graböffnung anwesend war, noch viele Jahre lang lebten, spielte keine Rolle - der angebliche Fluch lebte weiter... Nun, warum haben wir über die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun gesprochen? Nicht nur, weil es ein Höhepunkt der Geschichte der Archäologie ist; weil in der Schatzkammer neben der des Sarkophags, Juwelen gefunden worden sind die in gewisser Weise auch als Vorbild für Artefakte für den ersten Indiana-Jones-Film "Jäger des verlorenen Schatzes" dienten. Und zwar das Kopfstück Stabes des Re.


Das Kopfstück Stabes des Re hat zwei Zwillingsbrüder, das eigentlich keine Medaillon sind, aber praktisch identisch sind. Das Kopfstück Stabes des Re basiert auf Ohrringe die in einer Schatulle die im Schatzraum gefunden wurden, die Tuthankhamon wahrscheinlich als Kind getragen hatte. Wie man erkennen kann, sie sind praktisch identisch. Wenn wir den runden Teil und dann den höchsten Teil der Ohrringe isolieren, können wir sehen, dass sowohl die Ohrringe als auch das Medaillon fast deckungsgleich sind, klar mit den entsprechenden Unterschieden. Es gibt auch kleine Details, wie die Beine des Vogels, der Schwanz usw., die uns erkennen lassen, wie wichtig diese Juwelen für die Realisierung des Filmartefakt war. Jeder der den Film schon gesehen hat, wird sich sicher daran erinnern.

Tanis


Tanis (altägyptisch Djanet; arabisch Sān el-Hadschar / صان الحجر / Ṣān al-Ḥaǧar) war eine altägyptische Stadt im nordöstlichen Nildelta. Die frühesten Funde reichen bis in spät-ramessidische Zeit zurück, dabei handelt es sich um einfache Bestattungen, mitunter in sogenannten Slipper-coffins. Eine frühere Besiedlung konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Dazu passt auch, dass keine Textquellen existieren. Die archäologische Stätte befindet sich im Südosten des heutigen Dorfes San al-Hagar. In der älteren Forschung, insbesondere in vielen Aufsätzen des Ausgräbers Pierre Montet, wurde die Stadt mit Pi-Ramesse gleichgesetzt. Diese Vermutung hat sich heute als falsch erwiesen; Pi-Ramesse wird mittlerweile etwa 30 km südlich nahe dem modernen Ort Qantir lokalisiert. Erst am Beginn der Dritten Zwischenzeit (1075–652 v. Chr.) entstand recht plötzlich eine große Stadt, die auch zur Hauptstadt des Ägypten der 21. Dynastie wurde. Belegt wird dies einerseits durch eine schriftliche Quelle des ägyptischen Namens der Stadt Djanet in der Erzählung des Wenamun. Zum anderen konnte archäologisch nachgewiesen werden, dass durch Verlandung des pelusischen Nilarms das aufgegebene Pi-Ramesse seit der 21. Dynastie als Steinbruch für Tanis diente, da in diese Zeit der Baubeginn großer Tempelanlagen fiel. Neuere Interpretationen legen nahe, dass Pi-Ramesse sogar planvoll übersiedelt wurde, indem die wichtigsten Repräsentationsbauten abgetragen, und an den Tanitischen Nilarm verbracht wurden, um dort die neue Hauptstadt zu begründen. Viele Herrscher der 21. und der 22. Dynastie fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Im gesamten weiteren Verlauf der ägyptischen Spätzeit blieb Tanis ein wichtiger Ort.

Die Bundeslade


In der erste Episode der Film Saga, Indy und Marion suchen nach einem der faszinierendsten und umstrittensten historischen Artefakt der Geschichte. Die Bundeslade. Aber gab es sie wirklich? Wenn ja, wo ist sie heute? Die Bundeslade wird zum ersten Mal im Alten Testament erwähnt. Der Überlieferung nach, enthält sie die Reststücke der zehn Gebote die Gott an Moses auf dem Berg Sinai gegeben hatte, eine goldene Vase mit der Manna sowie Aarons grünender Stab. Im Buch Exodus wird die Bundeslade ausführlich beschrieben. Sie wurde aus Akazienholz gebaut und mit reinem Blattgold überzogen. Der Deckel war ebenfalls mit Blattgold überzogen und auf ihr thronten zwei Cherubim mit ausgebreiteten Flügeln. Zwischen den Cherubim soll angeblich Gott selbst erschienen sein. Die Bundeslade wurde während der meisten Zeit zugedeckt, weil sie die Macht besass jemand zu töten nur beim einfachen Versuch sie anzuschauen oder sogar zu berühren.


Es existiert eine Geschichte in der Bibel, die von dem Fall der Mauern von Jericho erzählt: die ältesten Mauern der Menschheit. Die Geschichte erzählt, dass die Israeliten um das Gelobte Land zu erreichen die Stadt Jericho überqueren mussten. An der Stadtmauer angekommen und mit der Bundeslade vor sich hintragend, begannen Sie auf Ihren Trompeten zu spielen. In diesen Moment, wie von einem Erdbeben erschüttert, vielen die Mauer von Jericho in sich zusammen und Sie konnten somit passieren.


Weiter von der Bibel überliefert, erfahren wir dass die Hebräer die Bundeslade auf ihre Wanderung in die Wüste sie mittrugen und in Jerusalem angekommen sie im sogenannten Tempel von Salomon deponierten. Der Architekt Hiram baute im Auftrag von Dario und danach von König Salomon selbst den berühmten Tempel. Gerüchten zufolge hat es sich das architektonisches Wissen von den Ägyptern und deren Pyramidenbau angeeignet und dies für den Bau des Tempels angewendet. Sogar die Sixtinische Kapelle in Rom sowie andere Kirchen sollen Jahrhunderte später mit derselben Technik gebaut worden sein. Von hier aus, verliert sich jeder Spur von Ihr.


Allgemeine Interpretationen von Historikern, stellen die Hypothese auf, dass die Bundeslade im Jahre 587 v. Chr. Zerstört wurde, als die Babylonier Jerusalem eroberten und den Tempel zerstörten. Jedoch gibt es keine Dokumentation darüber, die die explizite Zerstörung von der Bundeslade spricht. Einige glauben sogar, dass die Bundeslade vor Ankunft der Babylonier vom Tempel abgezogen wurde.


In 925 v. Chr. marschierte der König von Ägypten Shishak der 1te in Jerusalem ein und nahm alle Schätze des Tempels mit. War unter diesen Schätze auch die Bundeslade? Dies ist tatsächlich die Hypothese, auf den der Film von Indiana Jones basiert. Die Bundeslade versteckt unter den Überresten von Tanis, die alte Hauptstadt Ägyptens.


Es existiert auch eine andere Geschichte. Im Jahre 1760 James Bruce, einer der Pioniere der afrikanischen Erforschung entdeckte ein Dokument, das eine Verbindung zwischen Äthiopien und den Hebräern vermutete. Niedergeschrieben in einem alten religiösen Text „Kebra-Nagast“ genannt, soll König Salomon angeblich eine Liebesbeziehung mit der Königin Saba von Äthiopien gehabt haben, und von Ihr einen Sohn namens Menelik bekommen haben. Der Legende nach um 950 v. Chr. stahl Menelik die Bundeslade aus dem Tempel und brachte sie nach Äthiopien.


In den 90er Jahren, basierend auf diesen Informationen, unternahm der englische Journalist Graham Hancock einen versuch die Bundeslade zu finde die ihn 2 Jahre kostete. Diese führte ihn am Ende in die äthiopische Stadt Aksum. Tatsächlich, die dort ansässige Hebräische Gemeinde behauptet nach wie vor die Bundeslade in ihrem Besitz zu haben und sie in der Kirche von St. Maria von Zion aufbewahrt sei. Jedoch sei es nur an Auserwählten Priester erlaubt im sogenannten Sancta Santorum einzutreten. Hancock schaffte es leider nur mit dem Wächter zu sprechen, ohne dass er ihm erlaubte die angebliche Bundeslade zu sehen. Nach Ihm gingen viele wichtige Persönlichkeiten nach Axum mit der Hoffnung, die Bundeslade zu sehen aber leider hatten Sie auch keinen Erfolg.


Heutzutage soll angeblich ein einziges Foto existieren wo sie zu sehen ist. In Folge struktureller Schäden verursacht durch einen Bürgerkrieg zwischen das Jahr 1974 bis 1991, wurde ein Team von Architekten beauftragt die Kirche zu sanieren. Im Rahmen der Reparaturarbeiten, verschaffte sich einer von Ihnen unerlaubt Zutritt in die Sancta Sanctorum und schoss ein Bild der vermeintlichen Bundeslade. Aber ist sie es wirklich? Handelt es sich auf dem Bild um die tatsächliche Bundeslade die in der Bibel erwähnt wird? Keiner konnte dies bis heute weder bestätigen noch dementieren. Viele glauben dass das gezeigte Foto, trotz schlechter Qualität, die echte Bundeslade zeigt und sie sind davon überzeugt, dass das Buch „Kebra Nagast“ die wahre Geschichte erzählt und ihr plötzliches Verschwinden erklärt.


Im besagten Dorf, wo sich angeblich die Bundeslade befinden soll, gibt es ein jährliches Fest, genannt „Fest des Timkat“. Während der Prozession wird auf dem Kopf eine kleine Nachbildung der Arche getragen. Die Bundeslade ist somit nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Filmes, sondern zeigt uns auch welche Bedeutung sie in der realen Archäologie oder wenn wir es genau nehmen wollen in der „Biblischen Archäologie“, inne hat.


Aus anderen Quellen oder Überlieferungen erscheint die Bundeslade auch an anderen Orten. Einer dieser Orte sind zum Beispiel die Außen Säulen der Kathedrale von Chartres in Frankreich, welche die Bundeslade abbildet mit der Inschrift „Arca cederis“. Der Legende nach haben die Tempelritter die Bundeslade in Jerusalem gefunden und sie mit nach Frankreich genommen. Wir wissen dass es nicht stimmen kann da der Tempel im Jahr 70 n. Chr. von den Römer zerstört wurde und alle Schätze mitgenommen wurden. Beweise von diesem Ereignis finden sich eingemeißelt im Bogen von Titus in Rom. Die Bundeslade gilt wie damals sowie heute noch als verschollen. Viele Archäologen haben sie gesucht aber nie gefunden. Eins ist sicher. Sie ist und bleibt Quelle von Geschichten und Legenden.